Kategorie: Messe und Tagung

stART.09 beginnt heute in Duisburg – Kulturbetriebe haben Nachholbedarf in Sachen Web 2.0

Konferenz in Duisburg

Konferenz in Duisburg

Eine an der PH Ludwigsburg erstellte Projektarbeit zeigt, dass die deutschen Staatstheater das Web 2.0 bis heute kaum nutzen. Auf der stART.09, die am 24. und 25. September 2009 in der Duisburger Mercatorhalle stattfindet, diskutieren Experten über das Potenzial des Web 2.0 für den Kunst- und Kulturbereich. Während immer mehr Menschen das Web 2.0 für sich entdecken, halten sich die Kulturbetriebe noch zurück. Axel Kopp, Student am Institut für Kulturmanagement der Pädagogischen Hochschule in Ludwigsburg, hat die Web 2.0-Aktivitäten von siebzehn deutschen Staatstheatern in der Sparte Schauspiel/Sprechtheater analysiert. „Die Potenziale der Web 2.0-Anwendungen wurden von den Einrichtungen bislang nicht erkannt“, lautet sein Fazit .Von den untersuchten Bühnen sind vier im Social Network Facebook vertreten und lediglich das Badische Staatstheater in Karlsruhe betreibt ein eigenes Blog. Auf Twitter ist bis jetzt noch keines der Theater vertreten. Der partizipative Charakter all dieser Anwendungen zeigt sich am Beispiel der Royal Opera, die ihre Fans auf Twitter dazu aufforderte, gemeinsam den Plot für eine neue Oper zu verfassen. Die Resonanz war gewaltig, die Zahl der Vorschläge war kaum noch überschaubar. Und auch die Zahl der Printmedien, die weltweit über dieses Projekt berichteten, war enorm. Für Frank Tentler zeigt dieses Beispiel, welche Möglichkeiten das Web 2.0 dem Kunst- und Kulturbereich bietet. „Innerhalb von wenigen Tagen konnte das Opernhaus eine Aufmerksamkeit erzielen, von der jeder Kulturbetrieb nur träumen kann“, ist der Sprecher der stART.09 vom Potenzial des Web 2.0 überzeugt.
„Mit der Konferenz wollen wir zeigen, wie Kunst- und Kulturbetriebe das Web 2.0 nutzen können“, nennt Tentler das Ziel der Konferenz, die dieses Jahr zum ersten Mal stattfindet. Über 50 Experten werden an den zwei Tagen in der Duisburger Mercatorhalle das Thema aus den verschiedensten Perspektiven beleuchten und dabei nicht nur Best-Practice-Beispiele präsentieren, sondern auch interessierten Kultureinrichtungen Hilfestellung bei den ersten Schritten in das Web 2.0 leisten. www.startconference.org

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